Genotec Vertriebs AG

Bewusste Manipulation oder mangelhaftes Allgemeinwissen?

Wie Finanztest Verbraucher beeinflusst (Ein Artikel von Daniel Shahin)

Bewusste Manipulation oder mangelhaftes Allgemeinwissen? Die Redaktion von Der Freie Berater ist über den Zustand in Deutschland entsetzt. Bei jeder Gelegenheit wird ein Herr Tenhagen als Chefredakteur der Finanztest(Stiftung mit staatlichen [Steuer]Zuschüssen) im Fernsehen gehört. Dabei wollen wir sein ungepflegtes Erscheinungsbild sicherlich nicht bewerten, vielmehr den Geist, den er, öffnet er den Mund, zum Besten gibt. Hier hört man Anlegertipps, die wir so in fast keinem einzigen Fall stützen können. Doch eine Finanztest hat ein großes Ansehen, sie genießt Image in Deutschland, auch wenn - wie von uns in Ausgabe I/2009 unter der Überschrift „Bis hier hin und nicht weiter: Die CIS Deutschland AG weist Finanztest in die Schranken“ veröffentlicht - nicht alles der Wahrheit entspricht, was hier veröffentlicht wird.

Das Gegenteil ist vielmehr der Fall - Professor Dr. Loritz (gerichtlich anerkannter Gutachter beim Bundesgerichtshof) urteilte über einen Presseartikel der Finanztest hinsichtlich eines von uns positiv bewerteten Produktes: „Finanztest warnt vor etwas, das nicht existiert. Hier ist der Presseartikel, nicht die Aussage im Fonds irreführend. Die Anschuldigungen gegen den Fonds sind in der geschriebenen Form allesamt nicht vertretbar, zum Teil schlichtweg unrichtig.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

So kann ein Herr Tenhagen seinen Geist verbreiten und nimmt unbeirrt Einfluss auf die deutschen Verbraucher. Besonders interessant ist das Schreiben, das dieser Herr Tenhagen an unseren Verlag gesendet hat, als er im Vorfeld unserer letzen Ausgabe (wie auch immer und durch wen auch immer) davon erfahren hat, dass wir eine Veröffentlichung hinsichtlich der Auseinandersetzung der CIS Deutschland AG mit der Finanztest aufgrund eines fälschlichen Presseartikels planen.

In diesem droht er uns mit Konsequenzen, sollten WIR Falschaussagen veröffentlichen. Im Nachgang kam natürlich nichts - wie auch: Wir verbreiten die Wahrheit, auf die wir besonderen Wert legen. Hier widersprechen wir sogar Herrn Professor Dr. Loritz, welcher in seinem Gutachten schrieb:

„Es handelt sich im Finanztest um einen plakativen Artikel. Man muss Verständnis dafür haben, dass in einem solchen Presseartikel kein Platz für genaue oder sogar wissenschaftliche Begründungen bleibt. Das ist auch nicht die Aufgabe der Presse und erwartet auch niemand.“

Falsch, Herr Professor Dr. Loritz, wir und sicherlich auch die Verbraucher erwarten sehr wohl von einer FinanztestFakten, die geprüft und wahr sind! Wem soll man denn glauben, wenn selbst eine Finanztestnicht ernst genommen werden kann? Wir sehen das sehr wohl als die Aufgabe der Presse, verantwortungsvoll mit ihren Veröffentlichungen umzugehen und nicht etwa plakativ zu veröffentlichen, was das Zeug hält. Hier handelt es sich nicht etwa um eine BILDZeitung, deren „Bildung“ nach Ansicht der Rockgruppe

Die Ärzte in aktuellem Lied „aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht besteht.“ Oder will eine Finanztestetwa mit einer BILDauf einer Stufe stehen? Das müsste man Herrn Tenhagen mal fragen, denn dann würden wir zustimmen.

Weitere gerichtliche Auseinandersetzung über Kostendarstellung

Ohne nun weiter auf eine Finanztest und deren Anlageempfehlungen eingehen zu wollen, müssen wir nochmals bezüglich des benannten Presseartikels berichten. Immerhin wird es auch hierüber noch zu einer weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Denn die Richterin am Landgericht hatte bei ihrer Verfügung leider den Punkt der Kostendarstellung falsch bewertet.

Richter wie Ärzte sind keine Heiligen und unterliegen manchmal der irrigen Eingebung, selbst entscheiden zu müssen, anstatt sich einen gutachterlichen Rat von einem Experten einzuholen. Unsere Erfahrung mit den deutschen Gerichten ist grundsätzlich die, dass man - genügend Zeit und Geld im Rücken -, meist erst auf höheren Instanzen mit einer fachkundigen Rechtsprechung rechnen kann.

Da eine Finanztestin diesem Punkt nicht bereit ist, ihre Behauptung zurückzunehmen, wird es zu der angekündigten weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Und wir unterstützen diese natürlich, denn wir wollen Ihnen hier aufzeigen, wie Finanztest pauschale Behauptungen nutzt, um Verbraucher negativ zu beeinflussen (warum auch immer). Und wenn Sie das verstehen, wird Ihnen auch klar, welche Frechheit in einer derartigen Behauptung gegeben ist. Was wahr ist, muss wahr bleiben.

Falschaussage der Finanztest

Finanzteststellt in dem Presseartikel die Behauptung auf, die Kosten bei der CIS GarantieHebelPlan` 09 AG & Co. KG betrügen 18%. In unserer Berichterstattung Ausgabe I/2009 (Seite 15) haben wir bereits aufgezeigt, dass selbst bei dem wahllos gewählten Zeitraum und der hier anfallenden Gesamtkosten keine 18%, sondern 17,17% Kosten zu nennen wären. Dass eine Richterin urteilt, es handele sich hier um eine nur geringfügige Abweichung und eine Aufrundung von 17,17 auf 18 als zulässig einstuft, kann nur einem mangelhaften Mathematikverständnis dieser Instanz zugerechnet werden. Doch darum geht es heute weniger. Viel wichtiger ist, dass diese Darstellung insgesamt falsch und irreführend ist.

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