Genotec Vertriebs AG

Die CIS Deutschland AG weist Finanztest in die Schranken

Bis hierhin und nicht weiter!

TÜV Siegel schützen nicht In der letzen Ausgabe Der Freie Berater wurde über die Massenmanipulation der Medien am Beispiel Börse Online und Finanztest berichtet. Dort wurde mit spitzer Feder negativ über Produkte berichtet, die von Seiten Der Freie Berater zuvor geprüft und als Empfehlung dargestellt wurden. Um der Glaubwürdigkeit willen wurden die Ereignisse natürlich von der Redaktion verfolgt. Was sich nämlich infolge ergeben hat, ist für verunsicherte Verbraucher eminent wichtig. Denn kaum jemand bezweifelt, was eine Stiftung Warentest - hier Finanztest - behauptet. Dass auch die Finanztest nicht immer Recht hat und deren Berichterstattung durchaus kritisch betrachten werden kann, werden Sie jetzt lesen. (von von Daniel Shahin)

Anbieterin wehrt sich gegen Finanztest

Die CIS Deutschland AG, die Anbieterin der besagten Vermögensanlage, zog daraus zwei Konsequenzen: Zum einen beauftragte sie einen anerkannten Experten, Herrn Prof. Dr. Loritz (siehe Vita) mit der Erstellung eines Gutachtens, welches sich speziell mit den Vorwürfen und Behauptungen der Finanztest auseinandersetzen sollte. Dieser Weg erschien der CIS Deutschland AG sinnvoller, anstatt sich mit der Redaktion der Finanztest auseinanderzusetzen und dem Ego der Autoren herumzuschlagen, lies man lieber einen echten und vor allem neutralen Experten beurteilen, was an den Vorwürfen dran wäre. Zum anderen hat die Anbieterin eine gerichtliche Verfügung bezüglich der unwahren Tatsachenbehauptungen seitens Finanztest erwirken wollen. Über beide Maßnahmen können Sie sich hier ein Bild machen.

Prof. Dr. Loritz: Curriculum Vitae - Ausbildungsdaten

Ablegung beider juristischer Staatsprüfungen 1976 und 1978/1979
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Universität Genf Regierungsrat im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen 1979 - 1984
Während dieser Zeit Beurlaubung und Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz. Dort Habilitation im Bürgerlichen Recht, Handelsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht, Zivilprozessrecht - 1983
Von 1983 bis 1984 Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht
Von 1984 bis 1987 Inhaber eines Lehrstuhls und Institutsdirektor an der TU Berlin
Von 1987 bis 1994 Inhaber eines Lehrstuhls und Institutsvorstand an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg
Von 1994 bis 1998 Inhaber eines Lehrstuhls an der Universität Mainz
Im April 1998 Wechsel auf einen Lehrstuhl für Zivilrecht, Steuerrecht und Arbeitsrecht und Leiter der Forschungsstelle für deutsches und internationales Unternehmensteuer- und Kapitalanlagerecht an der Universität Bayreuth
Steuerberater, Gutachter

Gutachten Prof. Dr. Jur. Habil. Karl-Georg Loritz

Professor Dr. Loritz gilt als DER gerichtlich gehörte Kapitalanlageexperte Deutschlands. Er wird unter anderem auch bei BGH-Entscheidungen als neutraler Gutachter gehört. Er ist Kapitalanlagerechtler, Steuerberater und verfügt über einen zweifellos kompetenten Sachverstand. Sein Wort hat Gewicht, seine Bewertungen und Urteile können niederschmetternd sein. Die CIS Deutschland AG hat deshalb aus Überzeugung, mit dem GarantieHebelPlan eine geniale Vermögensanlage für Jedermann geschaffen zu haben, keinen geringeren als DEN Experten direkt mit der Auseinandersetzung der Kritiken und Behauptungen einer Finanztestbeauftragt. Immerhin hat auch eine Finanztestmit - nach eigenen Angaben - rund 250.000 Lesern Gewicht vor Verbrauchern.
Doch dass dieses Gewicht ein „nicht nachvollziehbares positives Image“ und sachlich unbegründet ist, beweist das Gutachten des Professors Loritz eindrucksvoll. Das Gutachten behandelt unter anderem die „rechtliche Würdigung der Vorwürfe gegen das Anlageprodukt“. Diese sowie die Bewertung des Prof. möchten wir Ihnen hier aufzeigen.

Behauptung Finanztest:

Zinsdifferenzgeschäfte seien hochspekulative Geschäfte Dem Gutachten nach sind Geschäfte, mit denen aus der Differenz zwischen den Zinsen eines aufgenommenen Kredits und den Erträgen aus dem mit diesem getätigten Investment ein Gewinn erzielt werden soll, im Grunde einfach zu erklären. Eine natürliche Person oder eine Gesellschaft schließt dabei mit einem Geldgeber, in der Regel mit einem Kreditinstitut, einen Kreditvertrag über eine bestimmte Summe ab und erhält den Kredit ausgereicht. Das Geld wird dann z. B. in Fremdwährungsanlagen mit höherem Zinssatz, in Unternehmen, Kapitalanlagen oder sonstige Assets mit einer höheren Rendite als Zinsen für den Kredit zu zahlen sind, investiert. Der GHP Fonds schließt vorliegend ausweislich seines Prospekts aber kein rein spekulatives Zinsgeschäft ab, bei dem das geschieht, was häufig von Banken ihren Kunden angeboten wird und man könnte fast sagen, das Zinsdifferenzgeschäft nach „allgemeinem Verständnis ausmacht“: Das Geld wird in anderen Währungen oder in Form von im Finanzmarkt handelbaren Wertpapieren angelegt oder es werden langfristige Kredite zu höheren Zinsen vergeben. Vielmehr kümmert sich die GHP selbst um die Kreditaufnahme und sucht die Investments gezielt selbst aus. Es werden auch nicht einfach mit den Banken Geschäftsbesorgungsverträge abgeschlossen, aufgrund deren eine Bank beauftragt wird, namens der Kunden ein Zinsdifferenzgeschäft abzuschließen… Die Kriterien für Investments sind in § 11 Abs. 2 S. 1 Gesellschaftsvertrag klar geregelt. Danach investiert die Gesellschaft „ausschließlich Einmalanlagen in Zielanlagen/Investments mit einer Kapitalgarantie. Für die Kapitalanlagen muss eine Kapitalgarantie einer namhaften Bank oder Versicherung in Höhe von mindestens 80% der getätigten Einmalanlage vorliegen. Auf Seite 25 des Prospekts ist dies unter Ziffer 3.2 im einzelnen auch ausgeführt: „Die Gesellschaft investiert Eigenkapital zuzüglich Fremdkapital ausschließlich in Zielanlagen mit einer mindestens 80%-igen Kapitalgarantie“. Im Prospekt sind also die Investments und ihre Funktionsweise ausführlich dargestellt.

Ausführung Prof. Dr. Loritz:

Der bloße Hinweis in einem Presseartikel, es handle sich um ein hochspekulatives Geschäft, nämlich um ein Zinsdifferenzgeschäft, ist vor dem Hintergrund und im Hinblick auf die Beschreibung der vorliegenden Konzeption im Prospekt undifferenziert und geeignet, nicht nur bei unkundigen, sondern auch bei kundigen Lesern Missverständnisse zu erzeugen. Unter Zinsdifferenzgeschäft wird nämlich von vielen ein Geschäft verstanden oder zumindest assoziiert, bei dem der Anleger die Bank oder einen Vermögensverwalter beauftragt, namens des Anlegers Kredite aufzunehmen und das Geld höher verzinslich, z. B. in höher verzinslichen Währungen oder Wertpapieren, anzulegen.

Vorliegend handelt es sich aber um eine Kreditaufnahme zum Zwecke einer strategisch optimalen Assetallokation, mittels der in genau geprüfte, strategisch ausgewählte Anlagen investiert wird. Diese sind von ihrer Anlagestruktur her zwar risikoreicher als Festgeldanlagen. Immerhin sind sie aber so stabil, dass sich Banken finden, die das Risiko der Anlagevolatilität in Höhe von 80% der Werte durch eine Kapitalgarantie abzusichern bereit sind.

Selbstverständlich gibt es auch bei diesen Geschäften Risiken, die sich erhöhen, wenn, wie vorgesehen, die Kredite ein Mehrfaches des Eigenkapitalfinanzierungs- anteils einer Anlage ausmachen. Deshalb kann man, wie bei allen unter- nehmerischen Investments, selbstverständlich darüber diskutieren, wie hoch ein bestimmtes Risiko ist... Es gibt einen allgemeinen Grundsatz, dass, wenn langfristige Investments mit kurzfristigen Darlehen finanziert werden, der Investor, der zugleich Darlehensnehmer ist, das Risiko trägt, dass die Darlehenszinsen steigen und er sich vom Investment nicht lösen kann. Die negative Differenz zwischen den Erträgen aus der Anlage und den Zinsen zuzüglich Kosten hat er dann zu tragen. Betrachtet man ein solches Konzept allerdings über einen längeren Zeitraum, so war es nach allen Erfahrungen der Vergangenheit so, dass Hochzinsphasen nach einem überschaubaren Zeitpunkt wieder geendet haben und von einer Niedrigzinsphase abgelöst worden sind.

Dies lässt sich anhand der Statistik der letzten Jahrzehnte nachweisen, was hier nicht im Einzelnen geschehen soll. Bei den vorliegenden Geschäften dürfte nach meiner zweifelsohne auch subjektiven Bewertung das Risiko aber in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Ich halte es vor diesem Hintergrund nicht für vertretbar, solche pauschalen Urteile zu fällen wie sie getroffen wurden, ohne zu konkretisieren, welche Worst-case-Szenarien bzw. -Faktoren kumuliert auftreten müssen, damit sich das Risiko realisiert.

Zudem muss man hinsichtlich des Risikos differenzieren. Es gibt das Risiko, dass die angestrebte Rendite nicht erwirtschaftet wird. Man darf vorliegend durchaus darauf vertrauen, dass gerade erfahrene englische Lebensversicherer, die über Jahre lang eine sehr gute Performance erzielt haben, auch weiterhin dazu in der Lage sein werden. Es gibt im Allgemeinen bei Kapitalanlagen auch das Risiko des teilweisen oder vollständigen Verlustes des eingesetzten Kapitals. Da mindestens 80% des in das Investment gesteckten Kapitals garantiert sind, könnte beim GHP Fonds ein Verlust, der über die 20% hinaus geht, nur dadurch eintreten, dass die zu bezahlenden Zinsen sehr lange Zeit oberhalb der erzielten Erträge lägen, unter Berücksichtigung der laufenden Kosten des Fonds.

Das Risiko des Totalverlustes des Kapitals scheint ein eher theoretisches zu sein. Wird ohne Differenzierungen und Präzisierungen behauptet, hier liege ein “hochspekulatives Geschäft mit hohen Risiken” vor, so halte ich das nicht für vertretbar.

Behauptung Finanztest:

Der Fonds investiere blind

Ausführung Prof. Dr. Loritz:

Diese Aussage steht als fett gedruckte, plakative Überschrift. Darunter heißt es: “Alle drei Fonds sind als “Blind-Pool” konzipiert: Der Anleger weiß nicht konkret, wohin das angelegte Geld fließt. Das macht es schwer, an Anlagerenditen von 8 Prozent und mehr zu glauben.” Die Überschrift suggeriert also, dass jemand „blind“ das Anlegergeld anlege, wenn er einen Blind-Pool auflegt... Aus diesen Gründen ist die Aussage, es werde „blind“ investiert, irreführend und sogar falsch. Der Fonds wählt nämlich entsprechend des Prospekts gerade die Investments gezielt aus, prüft sie vorher und überlässt diese Auswahl weder anderen, noch investiert er ohne Kenntnisse, im Gegenteil.

Behauptung Finanztest:

Im Prospekt seien unrealistisch hohe Renditen

Ausführung Prof. Dr. Loritz:

Mit dem Vorwurf, die Renditen seien unrealistisch hoch, kann man sich wiederum nicht im Einzelnen substantiiert wissenschaftlich auseinandersetzen, weil er pauschal ausgesprochen und nicht durch konkrete Fakten oder Zahlen untermauert wird. Der Umfang des vorliegenden Gutachtens würde völlig ausufern, wollte man zu jedem pauschalen Vorwurf dergestalt Stellung nehmen, dass man alle auch nur möglichen Fallkonstellationen und seien sie noch so weit entfernt, simulierte, um dann Überlegungen bezüglich der Risiken im Hinblick auf die Rendite in einzelnen Prognoserechnungen anzustellen.

Es kann auch nicht die Aufgabe eines wissenschaftlichen Gutachtens sein, eine in einem Presseartikel getroffene Aussage, die nicht mit Fakten und Zahlen unterlegt ist, erst spekulativ anhand einiger vom Gutachter entwickelter Annahmen zu konkretisieren, um zu prüfen, ob sie denn richtig wäre, wenn diese Annahmen zugrunde gelegt worden wären. Wenn man sich mit einem Kapitalanlagemodell auseinandersetzt, muss man sich zunächst mit dem auseinandersetzen, was im Prospekt steht. Der Prospekt enthält auf Seite 50 Berechnungen und auf Seite 61 eine Liquiditätsprognose. Hierzu ist folgendes auszuführen: So wie die Berechnungen vorliegen, ist es möglich, dass diese Renditen auch erzielt werden. Wie immer bei Unternehmen kann schon allein die Veränderung gewisser Parameter zu großen Veränderungen in den Ergebnissen führen. Das ist aber normal. Wenn bei einem produzierenden Unternehmen die Preise für Rohstoffe über ein gewisses Maß hinaus steigen und die Abgabepreise nicht erhöht werden können, also die Einnahmeseite gleich bleibt, wird es bei sonst gleichen Kosten eben zu einer Verringerung der Rendite kommen. Dennoch ist ein Investment in ein solches Unternehmen weder unvernünftig noch hochspekulativ. Der Investor muss eben entscheiden, wie hoch er das Risiko der nachteiligen Veränderung der einzelnen die Rendite beeinflussenden Parameter einschätzt....

Lesen Sie hier das komplette Interview im PDF nach



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